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Pro-Life-Info
- 22. September 2004
Appell eines ehem. Abtreibungsarztes:
Hört auf mit der Abtreibung!
Dr. Stojan Adasivic stellt
klar: Schwangerschaftsabbruch ist Mord und ich war der Henker.
Salzburg, Graz, Wien (21.09.04,
JfdL, jb) ... Ich zog etwas aus der Gebärmutter heraus ... und ...
nein! - Ein Herz, das schlägt. Es wird langsamer und langsamer und
hört schließlich ganz auf zu pulsieren. In diesem Moment wußte
ich, ich habe einen Menschen ermordet.
Mit relativ ruhiger Stimme
erzählte der ehemalige Abtreibungsarzt Dr. Stojan Adasevic am vergangenen
Wochenende vor geschätzten 300 Menschen in Salzburg, Graz und Wien
seine Geschichte. Dass ihm die Tatsache keine Ruhe mehr läßt,
in seiner Karriere als Gynäkologe zwischen 48.000 und 62.000 Kinder
abgetrieben zu haben, beweist alleine seine Reise nach Österreich,
die der gesundheitlich angeschlagene 71-jährige Serbe trotz zwei erlittener
Herzinfarkte und drei Beipässen auf sich genommen hat.
Mit dabei Frau Charlotte
Fuhrmann, früher Theaterfotografin in Deutschland und Mutter eines
Kindes. - Eines Kindes, das sie aus Verzweiflung abtreiben ließ.
Wenn
nur ein Mensch mir beigestanden und mich über den folgenschweren Eingriff
aufgeklärt hätte, wäre die Entscheidung sicher für
das Leben des Kindes ausgefallen. Ich fand keinen Halt mehr, nur Gott selber
konnte mir verzeihen. Heute ist Frau Fuhrmann ehrenamtlich in der Österreichischen
Lebensbewegung tätig und versucht dort, Frauen in Not (vor oder nach
der Abtreibung) zu helfen.
Ein Arzt und eine Frau. Zwei
unterschiedliche Charaktäre in ihrer je verschiedenen Lebenssituation,
die genau eines verbindet: Das Leiden nach der Abtreibung.
Kinder, die weder spielen
durften, noch die Schönheit der Natur sehen konnten, verfolgten Dr.
Adasevic schon lange vor seiner letzten Abtreibung in dunklen Nächten.
Standen diese Albträume etwa nicht mit seiner Tätigkeit als Abtreibungsarzt
in Zusammenhang? Waren Frau Fuhrmann´s Angstattacken, Schuldgefühle
und Depressionen, die sie jahrzehntelang quälten und zu einem Sozialfall
werden ließen, nicht Folgen des in ihrer Jugendzeit vorgenommenen
Schwangerschaftsabbruches?
Und wir? Wir bleiben stumm.
Wir schweigen. Nehmen wir uns den erschütternden Appell, den Dr. Adasevic
beim Besuch in der ehemaligen Wiener Mairo - Abtreibungsklinik während
eines Fernsehinterviews im Operationsraum an die Zuseher gerichtet hat,
zu Herzen: Beenden Sie das Töten, hören Sie auf mit der Abtreibung!
Ein Hauch von Leben
In Frankfurt wurde eine
Grabstätte für tot geborene Kinder eingesegnet. Eine Madonnenstutue
blickt traurig auf das Grab. Auf dem Stein steht „Ein Hauch von Leben -
Grabstätte für tot geborene Kinder". Das Grab auf dem Hauptfriedhof
besteht bereits seit drei Jahren. Kleine Pflastersteine erinnern an die
mehr als zweihundert Kinder, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.
Die katholische Krankenhaus-Seelsorgerin Agnes Schulte-Dohal segnete das
Grab in Beisein vieler Eltern, des Gesundheits-dezernenten Nikolaus Burggraf
(CDU) sowie einem Vertreter der evangelischen Kirche und der islamischen
Gemeinde. Bisher gab es weder eine Bestattungspflicht noch eine offizielle
Grabstätte für Kinder, die bei ihrer Geburt weniger als 500 Gramm
wogen. Viele Babies wurden nicht beerdigt. Doch auch die Würde dieser
kleinen Menschen ist unantastbar! |